Sprache und Kultur


Radio Bremen

 

 

 

 


 

 

Verein Deutsche Sprache


„Studierende“ – Ein ideologischer Kampf um „gendergerechte” Sprache

„Der Student“ ist ebenso wenig nur ein Mann wie „der Mensch“. Und „die Menschen“ sind hoffentlich auch nicht nur Frauen. In der deutschen Sprache hat das grammatikalische Geschlecht nichts mit dem biologischen zu tun. „Der Student“ kann sowohl männlich als auch weiblich sein. Diesen Sachverhalt hat erst kürzlich der Bundesgerichtshof zur Urteilsbegründung angeführt: „Das „generisches Maskulinum“ bringt keine Geringschätzung gegenüber Personen zum Ausdruck, deren natürliches Geschlecht nicht männlich ist“.

Ein „Student“ ist eine Person männlichen oder weiblichen Geschlechts, die an einer Hochschule eingeschrieben ist, einer Statusgruppe mit verbrieften Rechten und Pflichten angehörig.

Denkende sind nicht gleich DenkerSingende keine SängerStudierende sind allgemein Personen, die gerade im Begriff sind, etwas zu studieren, zum Beispiel die Zeitung.


Leitfaden für „antidiskriminierende Sprachhandlungen

Lann Hornscheidt (Quelle: gender-bs.de)

„Professx“ Lann (eigentlich Antje) Hornscheidt, die an der Berliner Humboldt-Universität „Geschlechterstudien“ lehrt, möchte einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ zufolge weder als Frau noch als Mann angesprochen werden, was früher als unhöflich gegolten hätte. Es gebe nämlich viele Geschlechter, und die sollten auch in der Sprache sichtbar gemacht werden.

 

Mit Studenten ( Pardon: Student_*Innen, Studierenden …) hat sie mit der „AG Feministisch Sprachhandeln” der Humboldt-Universität Berlin einen Leitfaden für „antidiskriminierende Sprachhandlungen” erstellt. (Für vergrößerte Darstellung auf die Tabelle klicken.)

 

 

Arno Frank (taz): „… von Hornscheidt vorgeschlagene Formen sind ‚elitärer Neusprech‘“.

Rund 75 Professoren forderten die Berliner Wissenschaftssenatorin auf, Hornscheidt „mit sofortiger Wirkung von der Universität zu entfernen”. Thomas Paulwitz (DSW): „Entlaßt die Genderprofessoren!“

 

„Die Sprache vor die Menschinnen werfen“,

dies sei der nächste Akt in dem Prozeß, das Niveau der geschriebenen Sprache dauerhaft zu senken, das schrieb der große Dichter Reiner Kunze 2014. „Menschinnen“ – mit diesem Wort kennzeichnet Kunze trefflich das verheerende Werk der Genderisten und Sprachfeministen.

„Student*innen“, „Student_innen“, „Professx“, „Mitarbeitas“, „Studierxs“, „Bürger_innensteig“, „Verbraucher*innenschutz“, „Mitgliederinnen und Mitglieder“, „Elterinnen und Eltern“ …

(hier zum Artikel der DSW)


Aydan Özoguz

Aydan Özoguz

 

 

 

Aydan Özoguz (SPD), die (muslimische) ehemaligen „Integrationsbeauftragte“, erlaubte sich Unglaubliches:

„Eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.“

Sie ist auch der Ansicht, daß unser Zusammenleben mit den Zuwanderern „immer neu ausgehandelt werden muß“.
(Eine derartige Forderung hört man von z. B. Hindus, Buddhisten, Taoisten, Shintoisten oder Juden nicht.)


 

 

ein gebrochenes Verhältnis zur gebrochenen Schrift.

Von Wolfgang Moeller

Die Überschrift eines Artikels war der Auslöser, daß ich mich etwas mit diesem Thema beschäftigte. Sie war in einer heutzutage kaum noch gebräuchlichen Schriftart gesetzt, die wir zwar noch in den Texten vieler älterer Bücher in unseren Regalen, sonst jedoch allenfalls auf Urkunden, Namensschildern einiger Gaststätten oder Titelzeilen einiger Zeitungen finden. Mit „Fraktur“ wird diese Schriftart bezeichnet, und da ich finde, daß sie nicht nur eine Schrift ist, sondern manche Ausführungen durchaus als Kunstwerke ihrer Urheber, der Schriftzeichner, Stempelschneider, Setzer und Drucker gesehen werden können, sollen ihr hier einige Zeilen gewidmet werden.  Der Ausdruck „Fraktur“ (lateinisch für „Bruch“) besagt, daß die aus dem Altertum (Antike) stammenden runden Linien der Buchstaben Brechungen erfuhren. Seit dem 13. bis 15. Jahrhundert wurden in Deutschland, Frankreich, England und den Niederlanden, auch in Spanien und Böhmen alle liturgischen und religiösen Bücher in lateinischer Sprache und in gotischer Schrift geschrieben. Diese hatte sich aus der Unziale und der karolingischen Minuskel entwickelt, deren Regelmäßigkeit und Klarheit des Schriftbildes mit ihren rundlichen Buchstaben der romanischen Stilform entsprach.

(…) Das geheime Rundschreiben im Januar 1941 vom Stellvertreter des „Führers“ Martin Bormann an alle Reichsleiter, Gauleiter und Verbändeführer kam daher für die meisten völlig überraschend: in ihm wird die gotische Schrift nicht mehr als ‚’deutsche Schrift’ bezeichnet, sondern als Schrift aus „Schwabacher Judenlettern“. Die in Deutschland ansässigen Juden hätten sich bei Einführung des Buchdrucks in den Besitz der Buchdruckereien gebracht und so sei es zu der starken Einführung der Schwabacher Judenlettern gekommen. Der „Führer“ hatte entschieden, daß zukünftig die Antiqua-Schrift als ‚’Normal-Schrift’ zu bezeichnen sei und daß nach und nach sämtliche Druckerzeugnisse auf diese umgestellt werden sollten. Sobald es schulbuchmäßig möglich sei, sollte fortan in den Dorfschulen und Volksschulen nur mehr die Normal-Schrift gelehrt werden. Die Verwendung der Fraktur durch Behörden wurde verboten. Zeitungen und Zeitschriften, die bereits Auslandsverbreitung hatten, mußten auf Normal-Schrift umstellen. (…)

Hier ist der vollständige Fraktur-Beitrag als pdf.